TSV Berg II 3:2 SV Vogt/ Spielbericht

27.10.2019

Das die Aufgabe in Berg am gestrigen Sonntag alles andere als einfach werden sollte, war im Voraus schon allen klar. Zu brenzlig war die Lage des TSV nach dem ungeplanten Punktverlust gegen die SG Waldburg/Grünkraut. So wurde die Mannschaft von Trainer Ata auch dieses Mal durch zahlreiche Spieler aus dem Verbandsligakader der ersten Garde verstärkt (u.a: Mert Aras, Pierre Hodapp, Kian Fetic & Jannik Wanner). Die ersten 15 Minuten gehörten auch ganz der Heimelf auf dem Berger Kunstrasen. Durch beeindruckendes Tempo und viel Spielkultur drängte der TSV die Gäste aus Vogt immer wieder in die eigene Hälfte. Das 1:0 war zu dieser Zeit eigentlich nur eine Frage der Zeit. Zunächst verhinderte N. Seidel im Vogter Tor den frühen Rückstand aber mit einer absoluten Weltklasseparade! Nach einer Flanke von Wanner auf den langen Pfosten kam Fetic aus knapp 3 Metern völlig frei zum Abschluss. Seidel warf sich jedoch, ohne Rücksicht auf Verluste, in den Ball und verhinderte den frühen Rückstand. Auf der Gegenseite hatte Schröttle nach Zuspiel von Menniger die Chance auf das 0:1, konnte jedoch in letzter Sekunde noch von der Berger Hintermannschaft gestoppt werden. Der TSV Berg blieb in dieser Phase allerdings dran und wenige Minuten später konnte auch Seidel den Einschlag nicht mehr verhindern. Nach einer feinen Kombination über den linken Flügel ging Aras bis auf die Grundlinie durch und brachte eine butterweiche Flanke direkt auf den Kopf von Fetic. Der bedankte sich mit dem 1:0 für den TSV in Minute 35. Im Anschluss wacht der Gast aus Vogt allerdings auf und hielt zunehmend in den Zweikämpfen dagegen. Zur Pause hätte es so auch schon 1:1 stehen können, der Schiedsrichter pfiff einen tollen Angriff über Schröttle, D. Sauter und Buemann allerdings aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition zurück. Die Entscheidung des Unparteiischen war hier zumindest fraglich. Zur Pause blieb es zunächst beim knappen Vorsprung für die Heimelf.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Spiel auf einmal grundlegend. Berg konnte sein Kombinationsspiel nicht mehr wie gewohnt aufziehen und so gewann Vogt nach und nach an Spielanteilen. Richtig gefährliche Chancen sollten allerdings zunächst noch nicht rausspringen. Die ganze Klasse eines Verbandsligaspielers zeigte dann Jannik Wanner in Minute 56. Der ohnehin über die gesamte Spieldauer kaum einzudämmende Zehner der Gastgeber bekam knapp 25 Meter vor dem Tor einen Freistoß zugesprochen und trat selbst an. In diesem Moment mutierte er kurzfristig zu David Alaba und knallte den Ball mit beeindruckender Technik über die Mauer an den Innenpfosten und von dort direkt ins Netz. Das war in dieser Phase natürlich ein echter Nackenschlag für den SVV. Die Männer von Trainer Tangl bewiesen in der Folgezeit aber weiterhin Moral und kämpften sich wieder zurück in die Partie. Nach einem Eckball macht Menniger das Leder nochmal scharf und im Strafraum konnte M. Kraus den Ball technisch fein verarbeiten und per Dropkick im Gehäuse unterbringen. Vogt hatte nun endgültig Blut geleckt und war drauf und dran gegen eine Mannschaft auf gutem Bezirksliga-Nivea etwas Zählbares mitzunehmen. In der 72. Spielminute hatte Vogt dann den Ausgleich in Person von Buemann auf dem Fuß. Nach einem starken Angriff konnte ein Berger Verteidiger den Einschlag nur noch mit der Hand verhindern und so bekamen die Vogter folgerichtig einen Handelfmeter zugesprochen. Buemann scheiterte allerdings am überragend reagierenden Keeper der Berger. Nichtsdestotrotz war Vogt jetzt sehr nah am Ausgleich, doch abermals zeigte sich Wanner auf Seiten des TSV als Spielverderber. Nach einem Abschlag des eigenen Torhüters nutze er eine der wenigen Unstimmigkeiten in der Vogter Hintermannschaft und traf von der linken Seite zum 3:1. Trainer Tangl reagierte anschließend und brachte für die Schlussoffensive M. Sauter, L. Scholz und La Ventura für Schröttle, Lächele und Neubauer. Die Wechsel sollten sich anschließend sofort bezahlt machen. M. Sauter ließ seinen Gegenspieler im Strafraum sehenswert mit einem Lupfer stehen und brachte den Ball scharf vor das Tor, sodass er bis zu Buemann durchrutschte. Der lies den letzten Mann noch mit einer kurzen Körpertäusschung stehen und traf im Anschluss mit etwas Ballglück zum 2:3 aus Vogter Sicht. Der SVV warf jetzt nochmal alles nach vorne und Berg war die Nervosität sichtlich anzumerken. Eine dicke Chance auf das Remis sollte es dann auch noch geben. La Ventura scheiterte nach Traumpass von E. Mjekiqi allerdings im 1vs1 gegen den Gästekeeper. Danach war Schluss im Berger RAFI Stadion.

Vogt kann sich nach diesem Auftritt wirklich nichts vorwerfen lassen. Sowohl spielerisch als auch mental zeigte die Truppe, gegen einen Gegner welcher in dieser Konstellation niemals auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen würde, eine ganze starke Vorstellung. Nichtsdestotrotz hat es am Ende nicht zu Punkten gereicht und so verpasst der SVV den Anschluss an die obere Tabellenhälfte und rutscht mit nunmehr 15 Punkten auf den 8. Tabellenplatz ab.

 

Team 2 machte die Sache mit den Punkte wesentlich besser und konnte nach einem 2:1 Sieg alle drei Punkte aus Berg entführen! Erwähnenswert war hier vor allem das 0:1 durch Ernesto La Ventura. Eine gefühlvolle Ecke auf den zweiten Pfosten brachte er in bester Robben-Manier mit einer Volleyabnahme im Tor unter.

Kommende Woche steht für beide Mannschaften das schwere Heimspiel gegen die Truppe des SV Baindt auf dem Programm!


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